Lernen privat: Alternativen zum staatlichen Bildungsmonopol

Die Nachfrage nach Bildung abseits staatlicher Indoktrination wächst auch in Deutschland. Die grundgesetzlich verankerte Aufsicht über das Schulwesen hat sich in der Praxis inzwischen zu einem Schulzwang ausgeweitet, der zunehmend – noch unbemerkt von der Öffentlichkeit – mit einer amtlichen Brutalität durchgesetzt wird, die es selbst zu Zeiten brauner Uniformträger nicht gegeben hat (liberty.li wird berichten). Es sei deshalb darauf hingewiesen, daß die folgenden vorgestellten freien Bildungsalternativen immer wieder von staatlichen Stellen verfolgt werden. Ungeachtet dessen wächst die Nachfrage nach diesen Angeboten.

Und es wird kommen, wie es immer kommt: Nicht staatlicher Sozialismus wird siegen (er kann nur herrschen), sondern die Bedürfnisse des Marktes werden sich freimachen und durchsetzen – und niemand wird sie aufhalten: Es gibt eine Wirklichkeit jenseits politischer Dogmata. Und es gibt eine Nachfrage nach besseren, nach persönlicheren, nach stimmigen Bildungsangeboten. Aufgrund des staatlichen Bildungsmonopols ist das Angebot in Deutschland mangelhaft, aber immerhin: In der Tradition des berühmten gallischen Dorfes üben sich:

Die in den USA beheimatete Clonlara-Schule bietet Lernhilfe für von zuhause aus lernende Heimschüler im Alter von Grundschulkindern bis zu Abiturienten. Seit Sommer 2004 gibt es die Clonlara-Lernhilfe auch auf deutsch.
Die Philadelphia-Schule, ein christliches Heimschulwerk bietet seit 1980 ein umfangreiches Angebot von Unterrichtsmaterialien bis hin zu intensiven Lernseminaren und ist staatlich nicht anerkannt, wurde aber zumindest bis 1997 geduldet. Trotzdem existiert die Schule bis heute und die Zahl an Eltern, die einer staatlichen Anerkennung Mißtrauen entgegenbringen, wächst.
Die Sudbury-Schulen, die es weltweit bereits seit 1968 gibt, soll es nach dem Willen engagierter Eltern zukünftig auch in Deutschland geben. Sudbury-Schulen verkörpern am ehesten die Idee des Unschooling, welches auf die natürliche Wißbegierde und die natürliche Lernbegierde und Lernfähigkeit von Heranwachsenden mit Erfolg baut.
Auf die persönliche Freiheit der Kinder baut auch die Summerhill-Schule, eine private Internatsschule in Leiston in Suffolk/England, die sich als „erste Kinderdemokratie der Welt” versteht. Gottlob handelt es sich aber nicht um ein herrschaftliches Demokratieverständnis. Auch diese alternative Schule hat Anhänger in Deutschland, die aber noch kein Projekt realisieren konnten.
Aber auch wer es gerne besser als staatlich-üblich hätte, aber bei den uniformierenden reaktionären Bildungssozialisten konservativ-moderner Couleur in den Schulämtern nicht gefährlich anecken möchte, kann auf einige wenige Angebote zurückgreifen: Privatschulen bieten zumindest schwerpunktmäßig individuell gelagerte Bildungsportfolios je nach Gusto. Wer auf eine zeitlich umfassende Fremdbetreuung seiner Kinder angewiesen ist, findet auch im deutschsprachigen Raum Internatsangebote.

Eltern von Welt finden auf den auch in Deutschland befindlichen internationalen Schulen ein Angebot, in das der Staat kaum reinredet und deren Besuch „legal“ ist. Hier ist mehrsprachiger Unterricht, der auf jeden Fall Englisch umfaßt, üblich. Es gibt wohl inzwischen kaum eine bessere Möglichkeit, den eigenen Kindern Wege zur Freiheit zu eröffnen, als Schulen, die über die – von mir geliebte – deutsche Sprache hinausführen. Denn in deutschen Landen wird’s eng: nicht bevölkerungsmäßig, aber intellektuell und wirtschaftlich. Und zum Auswandern wird Andersdenkenden ja inzwischen sogar von Amtsträgern schriftlich geraten. Machen Sie, liebe Eltern, ihre Kinder fit dazu.

Erstevröffentlichung: 28.10.2006 auf lernen.liberty.li

Weitere interessante Links:
- Frei Universität in der Schweiz
- Artikel dazu in der Prager Zeitung
- Internationale Schulsuche
- Onlinestudium (auch deutschsprachig) der Universität Liverpool
- One on one learning
- Big Picture College
Für die letzten beiden Links Dank an Felix Klee.

Sparen lernen sportlich nehmen


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Erstveröffentlichung: 20.11.2006